
Calcium beim BARF: Knochen richtig einsetzen und typische Fehler vermeiden Wer seinen Hund barft, kommt an einem Thema kaum vorbei: Calcium beim BARF . Häufig werden dafür rohe fleischige Knochen eingesetzt. Sie gehören
Calcium beim BARF: Knochen richtig einsetzen und typische Fehler vermeiden Wer seinen Hund barft, kommt an einem Thema kaum vorbei: Calcium beim BARF . Häufig werden dafür rohe fleischige Knochen eingesetzt. Sie gehören für viele Hundehalter:innen ganz selbstverständlich zum BARF-Konzept und liefern neben Calcium auch Phosphor. Doch genau hier entstehen häufig Fehler. Nicht jeder Knochen eignet sich für jeden Hund. Mehr Knochen bedeuten nicht automatisch eine bessere Mineralstoffversorgung. Und auch eine scheinbar passende Knochenmenge sagt noch nicht sicher aus, ob der individuelle Calcium- und Phosphorbedarf tatsächlich gedeckt ist. Hinzu kommt: Knochenfütterung ist nicht risikofrei. Zahnfrakturen, Verstopfung oder Fremdkörperprobleme gehören zu den möglichen Komplikationen. Internationale veterinärmedizinische Fachgesellschaften weisen deshalb ausdrücklich auf die Risiken der Knochenfütterung hin. WSAVA Wie lässt sich Calcium beim BARF also sinnvoll planen? Welche Knochen eignen sich grundsätzlich eher – und wann ist eine andere Calciumquelle die bessere Lösung? Warum braucht ein Hund Calcium? Calcium ist ein essenzieller Mineralstoff. Der größte Anteil befindet sich im Skelett und in den Zähnen. Dort trägt Calcium gemeinsam mit Phosphor zur Stabilität der Knochen bei. Der Mineralstoff erfüllt aber noch weitere Funktionen. Er spielt unter anderem eine Rolle bei: Muskelkontraktionen, Signalübertragung zwischen Nervenzellen, Blutgerinnung, verschiedenen zellulären Prozessen. Der Organismus reguliert den Calciumspiegel im Blut deshalb sehr streng. Wenn langfristig zu wenig Calcium über die Nahrung aufgenommen wird, bedeutet das nicht unbedingt, dass ein Blutwert sofort auffällig wird. Der Körper kann Calcium aus dem Skelett mobilisieren, um wichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Eine unzureichende Versorgung kann deshalb langfristig zu erheblichen Problemen im Knochenstoffwechsel führen. Calcium und Phosphor gehören zusammen Bei Calcium beim BARF sollte nie nur der Calciumwert betrachtet werden. Calcium und Phosphor stehen in enger Beziehung zueinander. Fleisch und Innereien liefern relativ viel Phosphor, enthalten im Verhältnis dazu aber wenig Calcium. Würde ein Hund überwiegend Fleisch ohne ausreichende Calciumquelle erhalten, entsteht deshalb ein ungünstiges Verhältnis. Das Merck Veterinary Manual beschreibt, dass reine beziehungsweise stark fleischbasierte Rationen aufgrund des hohen Phosphor- und niedrigen Calciumgehalts zu einem Calciummangel und ei