
Die Ernährung für Senior-Hunde verändert sich nicht automatisch an einem bestimmten Geburtstag. Manche Hunde werden im Alter ruhiger und benötigen weniger Energie, andere bleiben lange aktiv. Gleichzeitig kann mit zunehm
Die Ernährung für Senior-Hunde verändert sich nicht automatisch an einem bestimmten Geburtstag. Manche Hunde werden im Alter ruhiger und benötigen weniger Energie, andere bleiben lange aktiv. Gleichzeitig kann mit zunehmendem Alter Muskelmasse verloren gehen – selbst wenn auf der Waage zunächst kaum eine Veränderung zu erkennen ist. Genau darin liegt eine der Herausforderungen bei älteren Hunden: Sie sollen ausreichend mit Protein, Energie und allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden, gleichzeitig aber nicht zu viele Kalorien erhalten. Ein voller Futternapf ist deshalb nicht automatisch die beste Unterstützung für einen Senior. Entscheidend ist vielmehr, was im Napf steckt, wie viel der Hund tatsächlich benötigt und wie sich Körpergewicht und Muskulatur entwickeln . Hier erfährst du, worauf es bei der Ernährung für Senior-Hunde ankommt, welche Rolle Protein spielt und wie du guten Appetit von tatsächlichem Energiebedarf unterscheiden kannst. Wann gilt ein Hund eigentlich als Senior? Eine pauschale Altersgrenze gibt es bei Hunden nicht. Kleine Hunde altern häufig langsamer als sehr große Rassen. Ein kleiner Terrier kann mit zehn Jahren noch ausgesprochen fit sein, während ein sehr großer Hund bereits einige Jahre früher deutliche Altersveränderungen zeigt. Deshalb ist es sinnvoller, nicht allein auf das Geburtsdatum zu schauen, sondern auf den individuellen Hund: Wird er schneller müde? Hat sich seine Aktivität verändert? Verliert er Muskulatur? Nimmt er leichter zu oder ab? Hat sich sein Appetit verändert? Gibt es bereits Erkrankungen? Fällt ihm Kauen oder Fressen schwerer? Die Ernährung für Senior-Hunde sollte sich an genau diesen Veränderungen orientieren und nicht einfach daran, dass auf einer Futterverpackung „Senior“ steht. Warum verlieren ältere Hunde Muskulatur? Mit zunehmendem Alter kann die fettfreie Körpermasse abnehmen. Besonders gut lässt sich das häufig an Rücken, Hinterhand, Schulterbereich oder Schädel erkennen. Dieser altersbedingte Verlust an Muskelmasse wird häufig als Sarkopenie bezeichnet. Das Körpergewicht allein kann darüber hinwegtäuschen: Ein Senior kann beispielsweise Fett zunehmen und gleichzeitig Muskulatur verlieren. Auf der Waage bleibt das Gewicht dann möglicherweise nahezu gleich. Deshalb werden in der tiermedizinischen Ernährungsbeurteilung zwei unterschiedliche Dinge betrachtet: Body Condition Score (BCS): Wie viel Körperfett trägt der Hund? Muscle Condition Score (MCS): Wie gut ist seine Muskulatur ausgeprägt? Das Merck