
Gesunde Snacks für Hund und Katze: sinnvoll belohnen statt unbemerkt überfüttern Gesunde Snacks für Hund und Katze gehören für viele Tierhalter:innen ganz selbstverständlich zum Alltag. Ein Leckerli nach dem Spaziergang,
Gesunde Snacks für Hund und Katze: sinnvoll belohnen statt unbemerkt überfüttern Gesunde Snacks für Hund und Katze gehören für viele Tierhalter:innen ganz selbstverständlich zum Alltag. Ein Leckerli nach dem Spaziergang, ein kleiner Happen beim Training, etwas vom eigenen Essen oder ein Snack am Abend – jede einzelne Portion wirkt zunächst unbedeutend. Über den Tag können sich diese Extras jedoch erstaunlich schnell summieren. Gerade bei kleinen Hunden und Katzen machen wenige zusätzliche Kalorien einen deutlich größeren Anteil des Tagesbedarfs aus als bei einem Menschen. Das Problem ist deshalb häufig nicht, dass überhaupt Snacks gefüttert werden , sondern dass sie zusätzlich zur normalen Tagesration gegeben und bei der Futtermenge nicht berücksichtigt werden. Ein sinnvoller Snack sollte daher nicht nur schmecken. Er sollte zur Tierart, zum individuellen Tier und zur gesamten Ernährung passen. Wie viele Snacks dürfen Hund und Katze bekommen? Eine praktische Orientierung lautet: Leckerlis und Snacks sollten möglichst nicht mehr als etwa 10 % der täglichen Kalorien liefern. Die restlichen rund 90 % sollten aus einer vollständigen und ausgewogenen Hauptnahrung stammen. Das Merck Veterinary Manual empfiehlt, nicht vollwertige Snacks auf weniger als 10 % der Gesamtenergieaufnahme zu begrenzen, um Nährstoffungleichgewichte zu vermeiden. Auch die WSAVA verwendet für Hunde diese 10-%-Regel. Merck Vet Manual Das ist vor allem deshalb wichtig, weil viele Leckerlis keine Alleinfuttermittel sind. Sie liefern Kalorien, decken aber nicht automatisch den Bedarf an: Protein, essenziellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen. Je größer der Anteil solcher Extras wird, desto stärker verdrängen sie die eigentlich ausgewogene Hauptmahlzeit. Warum kleine Snacks schnell zur Kalorienfalle werden Die menschliche Wahrnehmung ist hier oft irreführend. Ein kleines Stück Käse sieht für uns nach fast nichts aus. Für eine Katze oder einen kleinen Hund kann es aber einen beträchtlichen Anteil des gesamten Tagesbedarfs darstellen. Die AAHA nennt als anschauliches Beispiel etwa 68 kcal für einen kleinen Würfel Cheddar , während ein Esslöffel Erdnussbutter ungefähr 94 kcal liefern kann. Für ein kleines Tier ist das keineswegs wenig. AAHA Dazu kommt ein zweiter Effekt: Viele Snacks sind besonders schmackhaft und energiedicht. Typische Beispiele sind: Käse, Wurst, getrocknete Fleischprodukte, fettreiche Kauartikel, Pasten, Erdnussbutter, Tischreste. Das heißt nicht, dass je