Viele Tierhalter*innen halten Anzeichen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust bei ihren Tieren für harmlos.
Nierenerkrankungen bei Haustieren - Erkennen und Handeln ist wichtig, weil frühe Symptome oft übersehen werden und eine angepasste Fütterung die Nieren zusätzlich entlasten kann. Viele Tierhalter*innen halten Anzeichen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust bei älteren Tieren für typische Alterserscheinungen. Doch hinter diesen Symptomen können ernsthafte Nierenerkrankungen stecken. Besonders bei Hunden und Katzen im Seniorenalter ist die chronische Niereninsuffizienz (CNI) weit verbreitet – oft bleibt sie lange unbemerkt. In diesem Artikel erfährst du, wie du erste Anzeichen erkennst und wie du mit der richtigen Fütterung das Leben deines Vierbeiners verbessern kannst. Warum sind gesunde Nieren für dein Tier so wichtig? Die Nieren übernehmen zentrale Aufgaben im Organismus von Hund und Katze. Sie filtern Giftstoffe aus dem Blut, bilden den Harn und regulieren lebenswichtige Prozesse wie: den Blutdruck, die Produktion roter Blutkörperchen, den Hormonhaushalt und die Aufrechterhaltung des Elektrolyt- und Wasserhaushalts. Funktioniert dieses Filtersystem nicht mehr richtig, kann das schwerwiegende Folgen für den gesamten Organismus haben. Symptome: So erkennst du eine Nierenerkrankung bei deinem Tier Nierenerkrankungen entwickeln sich meist schleichend. Deshalb bleiben sie oft lange unerkannt – gerade bei chronischen Formen wie der CNI. Achte auf folgende Symptome: 1. vermehrtes Trinken 2. Appetitlosigkeit 3. Gewichtsverlust 4. stumpfes Fell 5. Erbrechen, Durchfall 6. Mundgeruch 7. Anämie (Blutarmut) 8. Knochenabbau 9. häufiger Urinabsatz Wichtig: Viele dieser Symptome treten auch bei anderen Erkrankungen auf. Daher solltest du bei älteren Tieren mindestens einmal jährlich ein großes Blutbild mit Organprofil (inkl. SDMA-Wert) durchführen lassen. Nur so lässt sich eine beginnende Nierenerkrankung frühzeitig erkennen. Risikogruppen: Wer ist besonders gefährdet? Chronische Nierenerkrankung (CNI) betrifft bestimmte Tiere häufiger – abhängig von Alter und genetischer Veranlagung. Eine frühzeitige Einschätzung des Risikos ermöglicht gezielte Vorsorge und bessere Behandlungschancen. Altersbedingte Risikogruppe Mit dem Älterwerden steigt das Risiko deutlich. Tiere ab etwa sieben Jahren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da viele Erkrankungen schleichend verlaufen und anfangs keine sichtbaren Symptome zeigen. Früh erkannte Veränderungen verbessern die Prognose erheblich. Rassebedingte Risikogruppe Bestimmte Zuchtlinien zeigen eine erhöhte Anfälligk